Die Vereinsgeschichte: 

Am 01.07.1907 wird der Turnverein Negenborn in der Gastwirtschaft Hartmann (Hooptalstraße) gegründet. Gründungsmitglieder sind Fritz Peinecke, Fritz Marks, Karl Kuhlmann I, Wilhelm Jäger III, Rudolf Twele, August Blume, Fritz Heere, Karl Grimme, Karl Kuhlmann II, Hermann Schünemann, Gustav Kraus, Wilhelm Balke, Wilhelm Jäger I, Robert Albrecht und Wilhelm Jäger II. Da keiner der Gründungsmitglieder älter als 25 Jahre ist, übernimmt der 2. Lehrer des Dorfes, Friedrich Schulze, den Vorsitz, er gilt somit auch als Gründungsmitglied.

Der Saal wird zunächst für 1 Jahr unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Da Geld für die Beschaffung von Turngeräten benötigt wird, zahlt jedes Mitglied 2,- Reichsmark Startkapital und 0,25 Reichsmark Monatsbeitrag. Für das Geld wird ein altes Reck von Karl Kuhlmann aus Eschershausen für 28,- Reichsmarkerworben. Mitbegründer Wilhelm Jäger I bürgt mit seinem gesamten Mobilar um weitere Turngeräte anschaffen zu können. Am Ende des Jahres ist die Mitgliederzahl auf 29 angewachsen.

1908 werden bereits Spitzenleistungen von einzelnen Turnern erreicht, diese werden bei Schauturnen und Vereinsfeierlichkeiten gezeigt. Diese gute Werbung führt dazu, dass Ende des Jahres die Vereinsmitgliederzahl auf 57 Mitglieder ansteigt.

Im Jahre 1910 wird die erste Vereinsfahne angeschafft.

Aufgrund zu hoher Saalmieten wechselt der Verein 1911 die Lokalität, neues Vereinslokal ist die Gastwirtschaft Specht, Neue Straße.

Während der Zeit der beiden Weltkriege (1914-1918 und 1933-1945) findet kein Turnbetrieb statt.

1945 wird der Verein unter dem Namen "Freie Turnerschaft" durch den Vorsitzenden Wilhelm Lange neu gegründet.

Der Verein wird ab dem Jahr 1946 unter dem Namen "Freie Turn- und Sportgemeinschaft" geführt.

1947: Erster Osterball mit dem Theaterstück "Der keusche Landmann"

1948: Im Februar findet eine Maskerade statt und im August ein Vereinssportfest, bei dem die Beteiligung der gesamten Jugend Pflicht ist.

1949: Erstmalige Teilnahme am Turnfest des MTV Fürstenberg

1950: Im Januar trennt sich die Turnabteilung von der Fußballsparte. Fritz Groppe steht an der Spitze des Vereins.

1951: Teilnahme am Kreisturntag in Vorwohle

1952: Anschaffung eines Sprungbretts für die Turnerriege

1953: Es wird an verschiedenen Turnlehrgängen teilgenommen

1954: Teilnahme am Kreissportfest in Stadtoldendorf und am Sommerfest des MTV Lüerdissen

1955 wird ein Barren für 80,- DM an den MTV Mainzholzen verkauft und am Sommerfest der FFW Negenborn teilgenommen.

1957: Am 21./22.07.1957 findet anlässlich des 50-jährigen Bestehens ein Jubiläumsfest statt. Heinrich Schmidt steht nun an der Spitze des Vereins. 

1960: Teilnahme am Gauturntag in Stadtoldendorf

Auf der Jahreshauptversammlung 1961 werden die Turnbrüder Fritz Ripke sen., Karl Dempewolf sen. und Karl Schmidt für 50-jährige treue Vereinsmitgliedschaft mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet und zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Versammlung beschließt eine Beitragserhöhung von 4,- auf 6,- DM jährlich. Es wird am Sommerfest des MGV Negenborn teilgenommen.

1962 ist der Turnbetrieb leider völlig zum Erliegen gekommen. Für 25-jährige Mitgliedschaft werden folgende Turnbrüder geehrt: Albert Hettling, Walter Lange, Karl-Heinz Blume, Reinhold Klages und Walter Schünemann. Albert Hettling wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1963 wird in der Grundschule ein Turnraum eingerichtet. Die große Spielmannszugbeteiligung bei den einzelnen Veranstaltungen wird gelobt. Des weiteren wird am Deutschen Turnfest in Essen teilgenommen und der Beitragssatz auf 9,- DM erhöht.

1965 wird wieder eine Kindermaskerade ausgerichtet und außerdem am Schützenfest in Golmbach teilgenommen.

1966 wird eine Handballsparte gegründet. Handballwart ist Helmut Krause und Spielleiter wird Wilfried Riebel. Auf der Jahreshauptversammlung wird einstimmig beschlossen die vorhandenen Turngeräte der Turnhalle zur Verfügung zu stellen. Der Turnbetrieb wird mit dem Bau der Turnhalle wieder aufgenommen und man plant eine Alters-, Frauen- und Jugendriege aufzubauen.

1967 wird mit dem Bau der Turnhalle begonnen und im selben Herbst findet die Eröffnung statt.Die Turngeräte werden der Gemeinde Negenborn verkauft, damit diese allen Turnhallenbenutzern zur Verfügung stehen. Die Leitung des Turnbetriebes in der Turnhalle übernimmt Turnbruder Herbert Könnecke.

1968 wird Karl-Heinz Ehbrecht neuer Vorsitzender des Vereins. Der Verein hat die Ausrichtung des Osterfeuers übernommen. Aufgrund der steigenden Ausgaben wird der Mitgliedsbeitrag erneut erhöht und beträgt nun 15,- DM pro Jahr. Am 23.05.1968 wird seit längerer Zeit wieder ein Eierbacken durchgeführt. Desweiteren gibt es einen Mitgliederzuwachs beim Spielmannszug und interessierte Mädchen sollen im Verein aufgenommen werden. Es werden eine Frauengymnastikgruppe und eine Kinder-/ Jugendgruppe gegründet. Die Kinder-/ Jugendgruppe unter der Leitung von Holger Friedhoff aus Holzminden besteht nur kurze Zeit. In diesem Jahr wird außerdem die Volleyballabteilung gegründet. Nach der Fertigstellung der Turnhalle steigt die Mitgliederzahl sprunghaft auf über 200 Mitglieder an.

1969 nehmen Doris Schünemann, Margarete Dehmel und Dieter Magnus erfolgreich an der Gauvorturnerschule teil. Am 21. und 22.06. wird ein Gauturnfest mit mehr als 600 Teilnehmern veranstaltet. Sportliche Aktivitäten finden auf dem Sportplatz, in der Turnhalle und auf dem Schulhof statt. Der Kommersabend findet in der Scheune des Landwirtes Holger Bonhage und der Tanzabend in der Tanzbar "Atlantis" im Vereinslokal Specht statt. Für ein imposantes Bild sorgt der große Festumzug durch Negenborn.

Zum 01.05.1970 haben sich die Mitgliedsbeiträge pro Jahr wie folgt verändert: Erwachsene von 15,- auf 18,- DM, Jugendliche von 15,- auf 12,- DM und Kinder von 2,40,- auf 6,- DM.

1971 wird Hilmar Görlich zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im März übernimmt Josef Novotny aus Lüchtringen die Leitung der Volleyballabteilung.

Für die Frauengymnastikgruppe wird 1972 ein Plattenspieler angeschafft. Am 02. und 03.09. findet ein Zelt- und Sportfest auf dem Sportplatz im Hooptal statt, wobei am ersten Tag Wettkämpfe und am zweiten Tag ein Familienwandertag mit Katerfrühstück ausgerichtet wird.

Auf der Jahreshauptversammlung am 10.02.1973 wird beschlossen, den Vereinsnamen "Freie Turn- und Sportgemeinschaft (FTSG) Negenborn" in "Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Negenborn" zu ändern. Die Vereinssatzung wird neu verfasst. Es gibt ein neues Vereinsabzeichen - das Wappen der Gemeinde Negenborn mit der Überschrift "TSG Negenborn".

 Im Mai 1974 verbringen Schüler der TSG Negenborn einen 7-tägigen Schullandheim-Aufenthalt in der Jugendlehrstätte des Niedersächsischen Turnerbundes auf der Insel Baltrum. Der Verein zählt in diesem Jahr 225 Mitglieder, davon 115 Erwachsene, 19 Jugendliche und 91 Kinder.

1975: Der Landessportbund bewilligt Mittel des Fonds "Ausbreitung des Sports" für die Volleyballabteilung.

Im Jahre 1976 wird Heinrich Stapel zum Ehrenmitglied ernannt. Im Mai wird eine Volleyballjugendabteilung gegründet, welche aus 32 Aktiven besteht. Das Sportfest in Negenborn findet mit ca. 400 Teilnehmern statt. Ein Höhepunkt ist das Fußballspiel der Damengymnastikgruppe gegen Prominente des Ortes. Beim Bergturnfest in Stadtoldendorf werden von 11 Anwesenden 9  Personen als Sieger gekürt werden. Außerdem erfüllen 56 Personen die Vorraussetzungen für das Sportabzeichen.

1977: Gründung der Sparte "Mutter-und-Kind-Turnen". Rosemarie Scholz und das Ehepaar Könneke nehmen an einem Übungsleiterlehrgang in Verden teil.

1978: Die Volleyballabteilung besteht aus 32 Personen und die 1. Mannschaft nimmt am Punktspielbetrieb der Kreisaufbaustufe teil.

1979: Armin Blume wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Wanderabteilung ist sehr aktiv und nimmt an 6 Ganztages- und 16 Halbtageswanderungen teil. Ab Herbst wird der Sportplatz neu hergerichtet.

1980: Dem Ehrenmitglied Heinrich Stapel wird für seine 50-jährige aktive Tätigkeit im Spielmannszug gedankt und eine Plakette überreicht. Mit 2 Bussen wird eine Fahrt in den Zoo Hannover unternommen.

1981: Hilmar Görlich wird erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt.. Die Volleyballabteilung erringt in der Kreisaufbaustufe den Meistertitel. Sigrid und Herbert Könneke werden als Übungsleiter verabschiedet, da sie den Wohnort aus beruflichen Gründen wechseln.

Im Jahre 1982 wird der hergerichtete Sportplatz eingeweiht, es folgt eine Sportwoche. Am 06.11.1982 wird das 75-jährige Jubiläum der TSG Negenborn gefeiert. Erstmals findet eine Fahrt zum Weihnachtsmärchen nach Kassel statt.

1983: Die Damenvolleyballmannschaft wird Meister und steigt in die Kreisliga auf. Auf dem Sportplatz wird eine Sprunggrube gebaut. Am 01.10.1983 wird das 15-jährige Bestehen der Damengymnastikabteilung gefeiert.

1984: 1. Freiluft-Volleyball-Pokalturnier auf dem Sportplatz im Hooptal

1985: Hans-Joachim Spendrin übernimmt den Vorsitz der TSG Negenborn. An der Faschingsfete in der Sporthalle nehmen 80 Jugendliche teil. Die Damenvolleyballmannschaft wird Meister in der Kreisliga und steigt in die Bezirksklasse auf. Als erste Frau in der Geschichte der TSG Negenborn wird Liesel Ruhr für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft mit einer Urkunde und der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Am 16.05.1987 wird das 80-jährige Vereinsjubiläum mit einem Umzug, einer Fahnenweihe und einem Festball mit Tombola gefeiert.

1988 feiern die Damengymnastik- und Volleyballgruppe 20-jähriges Jubiläum und veranstelten ein Herbstvergnügen.. Nach 9 Jahren wird der Vereinsbeitrag erhöht. Bei der Osterwanderung in Abbecke wird eine Rekordbeteiligung mit 58 Personen verzeichnet.

1989: Installation eines Aushangkasten am Haus von Wolfgang Wedekind.

1990: Ulrich Becker wird Kreis-Crossmeister in Neuhaus. Erstmals nach der Wiedervereinigung ist es möglich eine Wanderung zum Brocken mit 22 Personen durchzuführen.

1991: Beim Kreissporttag in Buchhagen wird Achim Spendrin für seine langjährige Vorstandstätigkeit geehrt. Ulrich Becker wird erneut Kreis-Crossmeister. Eine Tagesfahrt mit 54 Personen zu den Karl-May Festspielen nach Elspe findet statt. Am Landeswandertag in Salzhausen mit anschließender Heiderundfahrt wird ebenfalls teilgenommen.

1992: Erstmalige Durchführung einer Kindermaskerade in der Turnhalle. Die Damenvolleyballmannschaft steigt in die Bezirksliga auf.

1993: 10-jähriges Bestehen des Freiluft-Volleyball-Pokalturniers auf dem Sportplatz im Hooptal.

1994: Ausrichtung des Turnkreis-Kinderwandertages durch die TSG Negenborn. Am 11.11.1994 wird die Karateabteilung gegründet.

1996: Die Karateabteilung ist auf 67 Mitglieder angewachsen.

1997: Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums findet ein Festakt mit Ehrungen und Darbietungen des Spielmannszuges, der Mädchentanzgruppe und der Karateabteilung im Gasthof "Neun Brunnen" statt. Am Abend wird ein Festball ausgerichtet.

1998: Rekordbeteiligung bei der Grünkohlwanderung mit 76 Personen.

1999: Bei der Jahreshauptversammlung scheiden Edith Brömer nach 28-jähriger und Karl Dempewolf nach 47-jähriger Tätigkeit im Vorstand und erweiterten Vorstand aus. Die TSG ist am 10.10. Ausrichter des Volkswandertages der Raiffeisenbanken, an welchem 175 Wanderer teilnehmen.

2000: Im Februar findet erstmalig eine Freundschaftswanderung mit dem MTV Wangelnstedt statt. Beim Turnkreis-Kinderwandertag in Lenne ist die TSG mit 15 Kindern und 5 Erwachsenen die stärkste Gruppe. Dank der Karateabteilung ist die Mitgliederzahl auf 324 Personen angestiegen.

2001: Auf der Jahreshauptversammlung wird der Erlaß einer neuen Vereinssatzung beschlossen, welche zum 01.03.2001 in Kraft tritt. Hans-Joachim Spendrin tritt nach 16 Jahren als 1. Vorsitzender zurück und Stefan Polaczy übernimmt den Vorsitz. Einrichtung einer Power-Walking-Gruppe unter der Leitung von Susanne Obser.

2003: Bei der Jahreshauptversammlung scheidet Hans-Joachim Spendrin nach 26 Jahren aus dem Vorstand aus. Bei der 20. Ausrichtung des Freiluft-Volleyball-Pokalturniers ist eine Rekordbeteiligung mit 42 Mannschaften zu verzeichnen.

2004: Im Juli findet erstmalig eine Kinderferienpassaktion in der Turnhalle statt. Peter Czekaj erhält den 5. Dan im Karatesport und ist damit der ranghöchste Repräsentant für den Shotokan-Karatesport im Landkreis Holzminden. Die Sparte "Krabbelgruppe" unter der Leitung von Angela Kindler-Rahrig wird eröffnet.

2005: Am 19.06.2005 findet eine Tagesfahrt nach Sangerhausen statt. Umwandlung des Vereins in "e.V.", weshalb eine Änderung der Satzung erforderlich ist. Im September findet eine Orientierungsfahrt durch den Landkreis Holzminden statt. Am 06.11.2005 wird Karl-Heinz Dempewolf zum Kreiswanderwart des Turnkreises Holzminden ernannt.

2006: Erstmalige Ausrichtung eines Kindertanzfestivals auf dem Sportplatz. Im Juli wird die Sparte "Reiten" auf dem Hof der Familie Schmidt, Meierhof 5, mit bereits 16 Mitgliedern eröffnet. Die Leitung übernimmt Henrike Schmidt. Am 17.09.2006 wird eine Busfahrt ins Otterzentrum Hankensbüttel und zum Mühlenmuseum Gifhorn durchgeführt. Im Herbst 2006 gehören der TSG Negenborn e. V. 299 Mitglieder an.

2007: Das 100-jährige Jubiläum der TSG Negenborn e. V. wird am 31.03. mit einem Festakt in der Turnhalle und mit einem Jubiläumsfest vom 01.-03.06. auf dem Hof der Familie Brinkmann gefeiert. Im September Busfahrt ins " Alte Land ".

2008: Im März wiederholter Gewinn des Tischtennisturniers, der Pokal ist in unseren Besitz gegangen. Im Mai nahm die Volleyballgruppe am Landesturnfest in Braunschweig teil. Beim Schießen der Negenborner Vereine belegt die Gruppe der TSG den ersten Platz.

2009: Bau eines Beach-Volleyball-Feldes auf dem Sportplatz im Hooptal. In Kooperation mit dem TSV Holenberg wird die neue Sparte Aerobic unter der Leitung von Sandra Mely eingerichtet. Im September findet eine Busfahrt nach Hamburg statt.

2010: Erster Beach-Volleyball-Cup auf dem Beachplatz im Hooptal. 6 Teams nehmen daran teil. Die TSG gewinnt erneut das Negenborner Vereine Schießen und auch das Samtgemeindepokalschießen. Im September unternimmt der Verein eine Busfahrt nach Bonn und zum Drachenfels.